Meine Meditationsgeschichte ist nach viereinhalb Jahrzehnten tatsächlich schon Historie. Bis zum Jahre 1969 war ich immer kränklich gewesen, litt an jährlich wiederkehrenden Nierenbecken-entzündungen, chronischen Rückenschmerzen, hatte deshalb auch die Schule abbrechen müssen, war schreckhaft und schnell erschöpft. Das änderte sich geradezu schlagartig mit dem Meditieren. Ich war plötzlich belastbarer, selbst-bewusster und ein unglaublicher Hunger auf Wissen stellte sich ein, der bis heute nicht endet (und Abitur und Studium war dann auch noch drin).

Viel gelernt habe ich von Maharishi, den sein Meister mit dieser Meditation in den Westen geschickt hatte, der Millionen von Menschen inspirierte, u. a. die Beatles. Sie kennen die Geschichte. Maharishis TM-Organisation mag von außen skurril und natürlich ziemlich indisch, d.h. aus unserem westlichen Blickwinkel ziemlich exotisch ausgesehen haben, aber man blieb jederzeit frei. Eine Sekte, in dem Sinne, dass man in etwas hineingezogen wurde, das man nicht wollte, hat es nie gegeben. Im Gegenteil  war von Anfang an das erklärte Ziel, durch das Meditieren auf seinen eigenen 'Weg zu kommen, aus der Fremdbetimmung allmählich herauszuwachsen. Ausdrücklich wurden die vedischen Schriften zum Thema "Religion" zitiert: "Meditation ist für jedermannn geeignet und überkonfessionell. Ihre Religion aber sollten  die Menschen in ihrer eigenen Kultur suchen, die sich aus spezifisch geographischen und klimatischen Bedingungen jedes Landes entwickelt hat." 

 

Maharishi war gut darin, Multplikatoren auszubilden, auch Lehrer und Ärzte. Viele Wissenschaftler haben große Karrieren gemacht, Nobelpreise bekommen, von dem uralten Wissen der Veden inspiriert zu ganz neuen Forschungs-zweigen.

 Er hatte jahrelang seinem Meister zugehört, der heute noch als einer der großen Heiligen in Indien verehrt wird: Der Shankarasharya von Nordindien zu jener Zeit. Ein einzigartiger Vorgang: ein Einsiedler in seiner Hütte tief im Himalaya schickt seinen in Physik ausge-bildeten, englischsprechenden Schüler in die westliche Welt, mit dem ausdrücklichen Auftrag, so viele Menschen wie möglich für das Meditieren zu begeistern. 5 bis 7 Millionen sollen es weltweit sein, die durch diesen einen Mann das Meditieren gelernt haben.

 

Womit sein Meister ihn motiviert hatte, war die Gefahr, in der der Einsiedler den Globus sah: Er hatte Anfang der 50er Jahre Visionen von Völkern gehabt, die sich bald aus ihren Abhängigkeiten der Großmächte befreien wollen würden. Das aber würden die Großmächte zu verhindern trachten, wenn nötig mit Kriegen. „Wie einen Topf mit überkochen-dem Wasser“ sah er die nahe Zukunft der Erde...und schickte seinen Schüler los, Menschen das Meditieren zu lehren, um deren Erfahrung von Stille und Frieden „wie kühlende Wassertropfen in den brodelnden Wasserkessel, der sich Erde nennt, hineintropfen zu lassen“. Daraufhin würde die Temperatur auf den Siedepunkt zurückgehen und der Topf nicht überkochen, d.h.; der globale Krieg, der ja tatsächlich die Menschheit jahrzehntelang bedroht hat, würde damit vielleicht verhindert werden können. Auch den Fall der Mauer hat er vorausgesagt. ich kann mich noch gut daran erinnern, wie viele von uns diese "Prophezeihung" milde belächelt haben. Was weiß schon ein indischer Einsiedler über die Starrheit kommunistischer Diktaturen? Und dann fiel sie doch. Völlig friedlich.

Dzu mussten es natürlich viele sein, die meditierten und dazu mussten auch große Gruppen zusammenkommen, um zusammen zu meditieren, um die nachgewiesenen Wirkungen in Städten und Ländern sichtbar zu machen. So bildete sich bei Maharishi allmählich, nicht gleich, ein Bewusstsein heraus, wie die westliche Welt funktioniert und er begriff, dass für die Ausführung seines Auftrags sehr viel Geld notwendig war. In der Tat wurden viele aufwendige Projekte mit den Geldern finanziert, die durch Meditationsgrundkurse hereinkamen; denn 40 % gab der TM-Lehrer (auch ich) von den Einführungsgebühren an die Organisation weiter. Und so war es auch folgerichtig, dass die Preise steigen mussten. Aber diese gigantische Aufgabe hätte Maharishi nicht dermaßen inspirierend lösen können, wenn er es „des Geldes wegen“ getan hätte, wie ihm gern von Medien unterstellt worden ist. Der Nutzen war und ist für jeden Meditierenden mit jedem Jahr, in dem er meditiert, unvergleichlich viel größer als der Betrag, den er irgendwann einmal dafür bezahlt hat. Ich selbst bezahlte 1969 100 DM. Da gab es aber noch keine wissenschaftliche Forschung, die einem das Meditieren etwas genauer hätte erklären können und auch keine Nachbetreuung. Die TM - Lehrer waren ja selbst Anfänger und hatten kaum Erfahrungen. Sie bekommen heute einen Meditationskurs bei mir vor einem großen Erfahrungshintergrund, auf alle individuellen Besonderheiten professionell vorbereitet.

So märchenhaft, ja verrückt sich das anhört, so gesichert sind Unter-suchungsergebnisse, die in der Tat auf solche friedenstiftenden Effekte von Meditation hinweisen. Die Kriminalstatistiken von Städten wie Den Haag oder Washington haben das belegt, wo sich tausende von Menschen für ein paar Wochen zum Meditieren versammelt hatten und tatsächlich Gewalt-kriminalität und Unfälle in den Städten drastisch abflauten ... und wieder anstiegen, als jeder aus der Gruppe wieder nach Hause fuhr..

Von der Statistik mal abgesehen, war es eine nicht zu beschreibende Erfahrung für mich, mit 6000 Menschen zusammen in einer Olympiasporthalle in Den Haag 14 Tage lang mehrere Stunden lang zu meditieren. Das war über die Feiertage 1984 /85. Viele von uns hatten zumindest vorübergehend so etwas wie "Einheitsbewusstsein", d.h., man empfindet sich mit allem um sich herum tief verbunden und erlebt sich doch gleichzeitig als bewusstes Individuum. So war es für mich gut nachvollziehbar, dass sich unsere "höheren Bewusstseinszustände" so stark auf unsere Umgebung auswirkten.

 

In Unternehmen haben sich ebenfalls entsprechend positive Effekte signifikant messen lassen: geringerer Krankenstand, vertrauensvollere Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, größere Arbeitszufriedenheit, reibungsloserer Produktions-ablauf, bessere Auftragslage.

 

Und auch damit beeindruckte Maharishi mich und viele andere: er konnte das vedische Wissen in einer phantastisch einfachen Sprache vermitteln; reich an Bildern, humorvollen Geschichten und Gleichnissen, für jeden verständlich und gut zu behalten. Und im Moment überschlägt sich die westliche Forschung, z. B. zur Entstehung des Kosmos, zu Entdeckungen im menschlichen Gehirn, von denen ich damals ungläubig hörte und die jetzt bestätigt werden, z.B: „Unbegrenzt lernfähig der Mensch. Noch in hohem Alter kann man seine Hirnkapazität erweitern!" In den Siebzigern hörte man noch in unserem hochgebildeten Westen, dass die Hirnzellen Mitte 20 abzusterben beginnen und die Lernfähigkeit kontinuierlich zurückgeht. (Das passiert auch, wenn man daran glaubt und aufhört, Neues zu lernen!) Heute erfährt der überraschte Spiegelleser, dass noch in uralten Mäusen aus deren braun verfärbter, zu Brei gewordenen Hirnmasse neue, rosige Nervenbäume aufsteigen, wenn man ihnen eine neue Erfahrung zugänglich macht, in diesem Fall mit einem stimulierenden Duft. Stellen Sie sich mal die Nervenbäume vor, die Ihnen mit täglicher Meditation neu wachsen würden.

 

Ansonsten muss ich nicht bewerten, wie sich die TM-Organisation entwickelt hat. - Jedenfalls habe ich mich 2005 von ihr abgenabelt. Es war dran und es ging lautlos, von beiden Seiten. Ich lehre die Meditation seitdem in eigener Verantwortung, mit eigenen Preisen und, wie vorher auch, frei für den eignen Weg, den meinen und den Ihren, unabhängig von Weltanschauungen, Bildungsgrad, Lebens-stil...oder Organisation. Bezogen auf die ursprünglichen Wurzeln dieser alten Meditationsmethode im traditionsreichen, indischen VEDA, nenne ich sie jetzt Vedische Meditation (V.M.). Die tragenden Elemente, die diese Meditation so unübertroffen wirksam machen, bleiben dabei unangetastet.

 

Wo findet man sonst eine Entspannungsmethode, die bei jedem funktioniert und in so kurzer Zeit von 20 Minuten den Cortisolspiegel senkt, Sie wissen, dieses Stresshormon, mit dem wir in unserer überhitzten Zivilisation von Kindheit an leben, das von der Nebennierenrinde ausgeschüttet wird, die sich gegenwärtig bei den meisten nicht einmal im Schlaf beruhigen will. Weil wir zumindest unterbewusst fühlen, dass diese Art zu leben ständig irgendwie einen Zahn zu überdreht ist, die Nerven sich davon anspannen und sich das auf den gan-zen Körper überträgt. Der Entspannungsfaktor des Meditierens stärkt offenbar das Nervensystem auf eine Art, dass sich die Nebennierenrinde endlich mal beruhigt ... und das Stresshormon Cortisol drosselt. Da zu viel Cortisol Angst erzeugt, und die nun nachgewiesenermaßen zurückgeht, kommen Sie Schritt für Schritt an immer mehr Ihrer Resourcen, auf die Sie so lange verzichten mussten. 

 

Es ist definitiv nicht nötig, völlig auszubrennen bei den heutigen Arbeits- bedingungen und dann den Lebensabend als Konsument und Patient zu vertrödeln. Stattdessen könnte man sich auf eine produktive, kreative Zeit des Reifens vorbereiten, die Zeit nach dem Erwerbsleben rechtzeitig als Krönung in den Blick nehmen, nicht als "Rest, den man nun auch noch irgendwie über-stehen muss" (Originalzitat eines 65 Jährigen). Das tägliche Meditieren hält ja praktisch die Türen offen im Körper und im Geist, damit sich der Traum von der eigenen Erfüllung, den jeder in sich trägt, Schritt für Schritt realisieren kann.

Es ist Ihre Entscheidung, dafür 2 mal am Tag 20 Minuten einzuplanen, die Sie immer wieder in eine ausgeruhte Verfassung zurückbringen. Mit der über-zeugenderen Leistungsqualitiät, ob am Arbeitsplatz oder zu Hause in Ihren Beziehungen, haben Sie die aufgewendete Zeit wieder mehr als aufgeholt.

 

Falls ich Ihnen jetzt Appetit auf das Meditieren gemacht habe, so war das meine Absicht. Der Info-Vortrag vorher ist ja unverbindlich.